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Vanille Cupcake

Heute möchte ich mal über Cupcakes schreiben. Und zwar nicht irgendeinen Cupcake, nein, heute geht es um den besten aller Cupcakes. Der Vanille-Cupcake nach dem Originalrezept von Renate Gruber, Inhaberin von Cupcakes-Wien.

Kleine Vorgeschichte dazu: ich habe euch ja schon berichtet, wie mich der Backwahn in seinen Bann gezogen hat und daran ist auch Renate Gruber von Cupcakes Wien nicht ganz unschuldig. Also ich mich dazu entschlossen habe, einen Einsteigerkurs für Fondanttorten zu besuchen, bin ich auf die Homepage gestoßen. „Nette Seite“ dachte ich mir, also Kurs gebucht und dann passierte etwas Einzigartiges.

Ich bin schon mal eine Woche vor dem Kurs zu dem Laden in der Albertgasse gefahren um mich ein wenig umzuschauen. Als ich dieses süße rosarote Geschäft betrat machte es bumm. Was soll ich sagen. Man fühlt sich, als ob man in eine andere Zeit versetzt wurde. Das Geschäft besteht aus der Verkaufstheke mit einem tollen Blick in die Backstube, ein paar Sitzplätzen (man kann dort nicht nur Cupcakes und Designtorten erwerben, nein man kann auch einen leckeren Kaffee zu sich nehmen), und einen romantischen Garten, der im Sommer zum Verweilen einlädt. Ich kann‘s ehrlich gesagt gar nicht in Worte fassen, wie ich mich gefühlt habe.

Es war als wären alle Alltagsprobleme vergessen, als gäbe es nur noch mich und diesen einzigartigen Laden und die super leckeren Cupcakes. Der Laden selbst ist sehr hübsch eingerichtet, verspielt in rosa und weiß gehalten.

Da standen sie nun in der Vitrine und lachten mir entgegen. „Iss mich, iss mich“.

„Gut“ dachte ich mir, ich erhöre euer Rufen und schnappte mir gleich mal einen Zitronen-, Schokolade-, und Erdbeercupcake. Nein, nicht alles für mich , mein Schatz und meine Jungs durften auch mal abbeißen, aber nur einmal . Noch Kaffee bestellt und ab in den Garten. Hier der nächste Höhepunkt. Auch auf die Kinder wird bei Cupcakes Wien nicht vergessen. Mitten in diesem wunderschönen Gastgarten steht ein kleiner rosaroter Tisch mit ein paar Kinderstühlen. Mein Herz ging auf. Jeder der Kinder hat weiß solche liebevollen Gesten zu schätzen. Wenn die Kids brav sind (und das waren sie, auf ihren kleinen Plätzen mit einer Gabel bewaffnet und haben sich den Cupcake schmecken lassen) ist die Mami entspannt. Bei einem zweiten Besuch gab es sogar Kindergeschirr zum Spielen und meine Zwei lieben es zu „kochen“.

Am Kurstag war Renate Gruber selbst vor Ort und man wird, ob man will oder nicht, einfach von ihr verzaubert. Diese Frau hat eine Ausstrahlung, Wahnsinn. Ich durfte sie eine Woche später nochmals persönlich kennenlernen und ich muss sagen, ich mag sie einfach super gerne. So herzlich, so gut gelaunt (sie stammt ja, wie ich, aus der wunderschönen Steiermark) verkörpert sie einfach den Spirit von Cupcakes Wien. In so kurzer Zeit drei Läden zu eröffnen, die super erfolgreich sind, immer wieder neue Ideen zu kreieren. Meine größten Respekt dafür.

Man spürt, daß sie liebt, was sie tut und wer wünscht sich das nicht für sich selbst. In seiner Arbeit aufzugehen, Leuten ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern mit dem was man tut. Ich glaube, es können nicht viele Leute von sich selbst behaupten, dies zu schaffen.

Sie gibt ihr Wissen im Rahmen der Backkurse und mittels Ihres Buches „130 Gramm Liebe“ liebevoll weiter, bezieht die „Kundschaft“ auch in den Entscheidungsprozess mit ein, indem sie regelmäßig auf Facebook abstimmen lässt, was beim Publikum ankommt und was nicht.

So und nun zum eigentlichen Thema :-). Ich habe noch nicht alle Sorten aus dem Buch ausprobiert, aber einen meiner Lieblinge möchte ich euch heute vorstellen: den Vanille-Cupcake.

Er besteht aus:

dem Schoko-Kakao-Sponge, das so genannte Küchlein:

Zutaten:

40 ml Sonnenblumenöl
140 g zimmerwarme Butter
180 g Staubzucker
2 Bio-Eier, Größe M
40 g ungesüßtes Kakaopulver
90 ml kochendes Wasser
152 g fein gemahlenes Dinkel-Vollkornmehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz

Rohr auf 180 Grad vorheizen. Ich stelle immer Ober- und Unterhitze ein, Umluft funktioniert bei mir irgendwie nicht.

Öl, Butter und Staubzucker auf einem Wasserbad schmelzen. Ich muss gestehen, ich vergesse IMMER die Zutaten vorher aus dem Kühlschrank zu nehmen. Deswegen landet die Butter bei mir immer in der Mikro. Somit war sie schon flüssig und ich habe mir das Wasserbad erspart.

Eier schaumig rühren auf höchster Stufe und zur Butter-Öl-Mischung geben.

Kakao im kochenden Wasser auflösen und dazugeben. Mehl und Salz noch beimengen und in Muffinförmchen füllen. Ca. 30 Minuten (je nachdem wie euer Ofen bäckt) backen.

Nicht erschrecken, die Masse ist sehr flüssig.

und dem Topping: heute das Vanilletopping

Zutaten:

400 g Pudding
500 g Mascarino (Mascarpone)
10 EL Vanillesirup
1 Pkg Vanillezucker
100 g Meringue

Pudding:
430 ml Obers
70 g Kristallzucker
2 Pkg Vanillezucker
50 g Speisestärke
1 Eidotter

Zucker, Vanillezucker und 3/4 des Schlagobers aufkochen bis keine Kristalle mehr sichtbar sind. Restlichen Schlagobers mit Stärke und Eidotter wirklich glatt rühren. In das kochende Schlagobers einrühren und sofort vom Herd nehmen. Ein wenig weiterrühren bis alles schön glatt ist. Über Nacht auskühlen lassen.

Vanillesirup:
80 g Kristallzucker
1 Vanilleschote ganz
100 ml Wasser

Zucker, Schote und Wasser im Kochtopf aufkochen bis keine Kristalle mehr sichtbar sind. Zudecken und über Nacht ziehen lassen.

Meringue:
405 g Kristallzucker
200 g Eiklar
110 ml Wasser

330 g Zucker und Wasser aufkochen. Inzwischen restlichen Zucker mit dem Eiklar in der Küchenmaschine steif schlagen. Wenn das Zucker-Wasser-Gemisch genau 118 Grad (es empfiehlt sich ein Zuckerthermometer anzuschaffen) hat, die Küchenmaschine einschalten und den heißen Zucker in den Eischnee laufen lassen. Ca. 30 Minuten kalt schlagen.

Am nächsten Tag Pudding, Mascarino, Vanillesirup und Vanillezucker kurz mixen, bis die Konsistenz passt. Zum Schluss die Meringue mit der Hand unterheben.

Falls ihr euch jetzt fragt, was Meringue ist: das ist das tolle Zuckergemisch, daß man in Schaumrollen findet.

Das einzige Problem, daß sich für mich hier ergeben hat, war, daß man so viel Meringue gewinnt, aber nur wenig davon für das Vanille-Topping verwendet. Was mache ich nun mit dem Rest? Aber später mehr dazu.

Schmecken sooo lecker und fürs erste Mal Aufdressieren auch ganz gut gelungen, finde ich zumindest :-). Dieses und noch viele tolle Rezepte findet ihr in Renate Grubers Buch „130 Gramm Liebe“.

Nochmal zum Thema Meringue: ich hab den Rest einfach zu Schaumrollen verarbeitet. Fertigen Blätterteig gekauft, ihn auf Schaumrollenröllchen gewickelt, ins Rohr und mit Meringue gefüllt. Leeeecker.

Und weil noch mehr von dem klebrigen Zeug übrig ist, bring ich meiner Kollegin morgen noch Schaum-Eiswafferl mit in die Arbeit. Bin ich nicht nett ;-).Zum Schluss möchte ich euch noch herzlich dazu einladen mal in einem der drei Shops von Cupcakes Wien (Albertsgasse 17, Josefstädterstr. 17 und im Mumok Museumsplatz 1) vorbeizuschauen. Ihr werdet begeistert sein. Lasst euch von den Cupcakes verzaubern.
Ich wünsche weiterhin noch viel Erfolg und vielen Dank für die Momente, in denen man den Alltag vergessen kann….

Ich möchte mich auch herzlich beim Christian Brandstätter Verlag & Thiele Verlag bedanken, daß ich das Vanille-Cupcake Rezept online stellen durfte.

Rezeptquelle: „130 Gramm Liebe“ von Renate Gruber, Copyright Christian Brandstätter Verlag Wien

lg
Marion

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